Bild für SEO und Online Marketing Trends Ocular Online: Mann vor White Board

22. Januar 2017

SEO- und Online-Trends: Was steht in 2017 an?

Obwohl es in den letzten Wochen auf unserem Blog etwas ruhiger zuging, ist in der Online-Marketing-Welt viel passiert. Welche Themen bei den Webmastern auf dem Plan stehen und was die SEO-Szene 2017 umtreibt, das möchten wir euch in diesem Artikel anteasern.

Natürlich basteln wir auch an einer weiteren Reihe mit Tipps, die jeder im Alltag schnell umsetzen kann, um deutlich sichtbar online zu sein oder zu werden! Wir haben hier eine Analytics-Tipps-Reihe im Blick und freuen uns aber natürlich wie immer auch über Euren Input – per Mail oder über unser Kontaktformular.

SEO- und Online-Marketing-Trends 2017

Google hat ein bedeutendes Update des Pinguin-Roll-Outs gemacht. Pinguin 4.0 ist nun ein fester Bestandteil des Core-Algorithmus und wird nicht mehr händisch nachträglich – quasi als Filter – über den Algorithmus gelegt. Zur Erinnerung, was war nochmal Pinguin? Das ist das Google-Update, mit dem minderwertige oder SPAM-Links enttarnt werden und Seiten daraufhin abgewertet werden.

Pinguin 4.0 im Kernalgorithmus angekommen

Mit der Verankerung von Pinguin im Kern des Algorithmus stellen sich nun folgende Fragen:

Wie geht ein strategisch sicherer Linkaufbau?

Nach dem Pinguin Updates haben einige SEOs dazu geraten, lieber weniger als zu viele Links aufzubauen, aus Angst abgestraft zu werden. Dagegen steht, dass Backlinks immer noch einer der wichtigsten Ranking-Faktoren überhaupt sind. Sie sind ja quasi DIE Erfindung von Larry Page und Sergej Brin, die Google von den anderen früheren Suchmaschinen abgegrenzt und besser gemacht haben.

Sicher ist man also, wenn man Backlinks aufbaut, die organisch wachsen und inhaltlich und fachlich wirklichen Mehrwert bieten. Diese Links werden dann in der Regel auch gut geklickt und das ist für Google ein wichtiger Hinweis auf die Qualität eines Links.

Was sind minderwertige Links aus Google-Sicht?

Links sind minderwertig oder „schlecht“, wenn sie von Seiten stammen, die den Usern keinen Mehrwert bieten, sondern zum Beispiel reine Affiliate-Seiten sind. Webseiten, die keine eigenen oder nur ungenügend Inhalt darstellen, sind ebenfalls keine „guten“ Webseiten für Backlinks.

Natürlich spielt auch die Seriosität der Webseite eine große Rolle. Es gilt der Grundsatz der „guten Nachbarschaft“. Also: Auf welche Seiten wird noch von dieser Seite verlinkt? Ist die Seite sicher? Ist der Absender seriös und glaubwürdig? Oder auch: Wird der Jugendschutz eingehalten?

Was kann man gegen schlechte Links auf die eigene Webseite unternehmen?

Es ist wichtig, sich regelmäßig sein „Linkprofil“ anzugucken, also zu checken, welche Seiten auf die eigene Seite verlinken. Sind hier zweifelhafte Links dabei, können diese manuell über das Google-Disavow-Tool ungültig gemacht werden. Google behauptet zwar, dass diese Links bereits von Google aus entwertet werden, also einfach gar nicht gewertet werden.

Es gab allerdings schon Fälle, in denen massiv Spam-Links auf Fremdseiten gesetzt wurden, um so die Konkurrenz auszuschalten – mit Erfolg. Um auf der sicheren Seite zu sein, bleibt also die regelmäßige Analyse und das händische Reagieren.

Ein weiterer Trend für 2017: die Umstellung auf https

Auch hier ist die SEO-Welt in der Orientierungsphase. Muss man schnellstmöglich umstellen oder wird Google die http-Seiten mit relevanten Inhalten immer noch weit oben ausliefern?

Unsere SEO-Prognose: So lange http-Seiten mit wichtigen Inhalten, starken vertrauenswürdigen Backlinks und hoher Autorität für die User relevant sind, werden sie auch gut ranken. Allerdings kündigte Google auch an, den Hinweis „unsicher“ von http-Seiten in diesem Jahr mit in den SERPs (Search Engine Result Pages / Suchergebnissen)  anzuzeigen. Wenn also bei der Konkurrenzseite „sicher“ und bei der eigenen Seite „unsicher“ steht, werden die User mit ihrer Klick-Entscheidung für mehr Traffic auf der sicheren Seite zu einer mittelfristigen Abwertung der unsicheren Seite führen.

Der mobile Index: für SEO in 2017 zu beachten

Google hat für dieses Jahr einen neuen mobilen Index angekündigt – denn User benutzen ihr Smartphone als „First Screen“ mittlerweile bis zu 150 Mal pro Tag, um nach Inhalten zu suchen (Stefanie Reif, Google).

Das Thema mobiler Index wird von Experten heiß diskutiert

Kann Google einen zweiten Index aufbauen und ist dies sinnvoll? Wird nur ein Index – mobil basiert – den bisherigen ablösen? Beides scheint (noch) nicht wirklich realistisch zu sein – zumindest nicht, so lange nicht genau ausgetestet ist, ob die Suchintentionen von der Desktopversion deutlich abweichen. Klar ist aber, dass die Mobilfreundlichkeit von Webseiten eine große Rolle spielt bzw. Seiten die nicht oder nicht optimal mobil aufrufbar sind, in gleich welchem Index, noch massiver an Relevanz verlieren werden.

Ebenfalls viel besprochen wird die Handhabung von verdeckten Inhalten auf der mobilen Seite. Einerseits soll die mobile Version nicht eine abgespeckte Desktopvariante sein, andererseits soll die mobile Seite schlank und übersichtlich sein. Ein Spagat, den Webseitenbauer nicht immer bewältigen können. Auch Akkordion- oder anderen Dropdown-Menüs stellen keine perfekte Lösung dar, weil Google primär auswertet, was die User auf einer Webseite sehen. Andernfalls könnten wieder vermehrt Black-Hat-SEO-Methoden greifen, um versteckte Inhalte nur für die Suchmaschinen live zu stellen und das ist natürlich nicht in Googles Sinn.

Außerdem: Accelerated Mobile Pages (AMP)

Zu diesem Thema werden wir in 2017 ebenfalls noch viel hören. Ist eine Umstellung nötig, neben der mobilen Seite und einer Desktop-Version?

Aber vorab: was sind AMP überhaupt?

AMP oder Accelerated Mobile Pages sind für Mobilgeräte angelegte schnelle schlanke Kopien von Artikeln oder Webseiten, die direkt auf den Google-Servern ausgegeben werden. Die AMP Seiten werden bereits in den Suchergebnisse gesondert markiert – mit einem kleinen Blitz-Icon.

AMP Seiten laden ca. 4x so schnell wie „normale“ Webseiten. Und da die User immer ungeduldiger werden, was die Ladezeiten angeht, ist Schnelligkeit (mit AMP) ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.

Facebook hat mit den Facebook Instant Articles vorgelegt und Google zieht mit den AMP rasant nach. Noch sind AMP kein expliziter Ranking-Faktor / -Vorteil, aber Google legt großes Augenmerk auf die Thematik. Zuletzt auch deshalb, weil Google seine Autorität und Relevanz nicht an Apps auf mobilen Geräten abgeben möchte.

Mehr zu den einzelnen Trends kommen in den nächsten Wochen hier auf dem Blog. Und natürlich direkt in Eure Mailbox über unseren Ocular Online Newsletter.

 


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