Frauenhände_auf_Apple_Tastatur

19. Juni 2015

Wie funktioniert eigentlich Google?

Wenn man die Frage stellt, wie Google funktioniert, dann kann man daraus ableiten, wie man erfolgreich mit Google arbeiten kann. Immer wieder hören wir „ich will doch meine Webseite nicht für Google, sondern für meinen Kunden machen!“. Und immer wieder antworten wir: „Prima, dann optimieren Sie Ihre Webseite für Google.“ Denn hier liegt kein Widerspruch vor. Google orientiert sich extrem am Nutzerverhalten. Genau, wie wir es auch mit unseren Webseiten und Texten tun sollten. 

Gucken wir erst mal wie Google funktioniert und wie man also deutlich sichtbar in Google wird. Dazu ist das Video von Matt Cutts (dessen Blog wir auch gern als lesenswert empfehlen) haus unserer Sicht die beste Erklärungsquelle:

Schritt 1: Der Googlebot indexiert Webseiten

Ihre Sichtbarkeit im Web hängt stark von Googles Suchmaschine ab, Ihren Webseiten und Ihrer Website aus jenen Seiten. Diese Seiten besucht immer wieder der Googlebot, der jeden Schnappschuss in seinen Index sortiert. So zieht der Bot täglich über mehr als 20 Milliarden Seiten. Genaue Zahlen bleiben ungenannt, steigen aber sicherlich laufend.
Welche Seiten kommen in den Google-Index?

Zu Anfragen liefert Google als Suchmaschine ausschließlich indexierte Seiten. Speziell Ihre Seiten gelangen in diesen Index, wenn bereits indexierte Seiten auf sie zeigen. Alternativ registrieren Sie sich bei Googles Webmaster-Tools und reichen dort XML-Sitemaps ein. Unabhängig davon tragen Sie Ihre Seiten in Social-Bookmark-Listen von Google ein: Meist verfolgt Google diese Links bald und indexiert Ihre Seiten.

Schritt 2: Google sucht mit der Antwort korrespondierende Seiten aus

Zu Suchanfragen liefert Google indexierte Seiten von grundsätzlicher Relevanz. Die Anzahl jener Antwortseiten zeigt die Suchmaschine über den Ergebnissen zur jeweiligen Anfrage. Antwortseiten enthalten also angefragte Begriffe – und auch einige ihrer Varianten. Weitere Antwortseiten sind Ziele von Links aus anderen Antwortseiten.

Schritt 3: Google sortiert Antwortseiten nach Relevanz

Google sortiert die Ergebnisse nach der Relevanz für den User. Und das ist die eigentliche Erfindung von Larry Page und Sergej Brin, den Gründern von Google. Dies geschieht mit dem von ihnen entwickeltem Page Rank Algorithmus. Antwortseiten sortiert Google im absteigenden Ranking nach komplexen Kriterien. Dieses Sortierverfahren nutzt mittlerweile über 200 Faktoren. Dazu zählen neben der Personalisierung und dem Nutzerverhalten Onpage und Offpage Faktoren.

Klassische Onpage Faktoren sind: 

Technik (z.B. Ladezeit)
Onpage Technik (z.B. Verwendung von Alt-Attributen für Bilder, Robot.txt, Sitemap etc.)
Traffic auf der Seite
Content (Qualität und Aktualität)

Offpage Faktoren sind zum Beispiel:

Back-Links (Anzahl und Autorutät der Seiten, die auf einen verlinken)
Authorship
Social Media Signals

Optimierung Ihrer Inhalte

Kritische Keyworte gehören in alle wichtigen Bereiche Ihrer entsprechenden Seiten: Titel, Metadescription, H1-Überschrift, Seitentext. Zudem verweisen Sie innerhalb Ihrer Website auf Ihre zu optimierende Seite. Jene internen Links erhalten zudem passende Keyworte als Linktext, der Google hohe Relevanz der Zielseite signalisiert. Verweisen entsprechend markierte Links fremder Websites auf Ihre Zielseite, steigt deren Rank besonders stark.

Dynamische Optimierung

Google ändert sein Rankingverfahren ca. 500 Mal pro Jahr. Der Google Ranking Algorithmus hat sich also von Google’s Start 1998 bis heute sehr weiterentwickelt.

Die wichtigsten Updates

Panda Update
Das 2011 eingeführte Panda Update sorgte unter Anderem dafür, daß von anderen Webseiten kopierte Inhalte nicht mehr das eigene Ranking der Seite positiv beeinflussen.

Pinguin Update
Mit dem Update Pinguin wurde 2012 vermieden, daß sich Webseiten die Links zu ihrer eigenen Webseite kaufen, oder durch Linktausch Systeme verschaffen in den Suchergebnissen übermäßig nach oben kamen.

Hummingbird / Kolibri Update
Das Update Kolibri sorgte 2013 dafür, daß präziser auf die Suchwörter eingegangen wird, und ihr Kontext mehr beachtet wird.

Pirat Update
Das Pirat Update aus 2014 sorgt dafür, daß Webseiten die viele Meldungen über Copyright Verletzungen erhalten ein schlechteres Ranking bekommen.

MobileFriendly
Am 21 April 2015 hat Google das Mobile Update durchgeführt. Dies war bereits angekündigt und trägt dem Nutzerverhalten Rechnung. Mittlerweile gehen mehr Leute über mobile Devices wie Smartphones und Tablets ins Internet als über den Rechner. Seiten, die diesem geänderten Verhalten keine Rechnung tragen, werden seit dem Update von Google herabgestuft.

Phantom Update
Kurz nach dem Mobile Update hat Google ein nicht angekündigtes Update lanciert. Auf Rückfragen hat Google bestätigt, dass Änderungen am Kern-Algorithmus durchgeführt wurden. Es gab aber keine weiteren inhaltlichen Erklärungen ab, weswegen man auch vom Phantom Update spricht. Aufgrund der Analyse der Webseiten, die gewonnen und verloren haben, weiß man aber dass es wieder um die Qualität der Sites geht, also Seiten mit dünnem Inhalt, nur auf z.B. Affiliate-Links optimiert, wurden herabgestuft. Seiten mit hochwertigen und organischen Inhalten wurden heraufgestuft.

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